Aktuelles

Total frisch!

Sondernachzahlungsmöglichkeit für von der Versicherungspflicht befreiten Angehörigen berufsständischer Versorgungswerke

Ein neues Gesetz ermöglicht es den bisher von der Versicherungspflicht befreiten Angehörigen berufsständischer Versorgungswerke oder auch den Beamten, sich freiwillig zu versichern.

Ihre Ansprüche auf Altersversorgung resultierten bisher aus einer gesetzlichen Pflichtmitgliedschaft in den berufsständischen Versorgungswerken. Hierzu zählen beispielsweise die so genannten kammerfähigen freien Berufe wie Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater und auch Staatsdiener. Sie alle haben jetzt die Möglichkeit, freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, auch wenn sie sich erst kurze Rentenzeiten erworben, sprich die Mindestversicherungszeit oder die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren nicht vorzuweisen haben. Mit dieser Neuregelung eröffnet sich für die Angehörigen dieser Berufsgruppen die Möglichkeit, sich durch Sonderzahlungen die notwendigen 60 Monatsbeiträge zu erwerben. Einen Automatismus gibt es hier nicht, wer freiwillig Zahlungen leisten will, muss dies bei der gesetzlichen Rentenversicherung gesondert beantragen. Einschränkung: es kann nur für solche Zeiten freiwillig eingezahlt werden, die nicht bereits mit Beiträgen für andere Versicherungsarten belegt sind. Die Höhe der freiwillig eingezahlten Beiträge beläuft sich mindestens auf monatlich 79,60 Euro, höchstens auf 1.074,60 Euro. Freiwillige Einzahler in die gesetzliche Rentenversicherung sollten aber in jedem Fall beachten, dass es durch den neu erworbenen Anspruch auf eine gesetzliche Altersversorgung zu Kürzungen bei anderen, bereits erworbenen Versorgungen kommen kann. Wer mit dem Gedanken spielt, diese neuen Möglichkeiten in Anspruch zu nehmen, sollte sich unbedingt von den Servicemitarbeitern der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen.


zurück zur Übersicht

Delphis Finanzdienstleistungen Finanzdienstleistungen